Petition des Landeselternverbandes Vorarlberg zur Mathe-Zentralmatura/ Mathe-Zentralmatura fair und gerecht oder teilzentral

Die Mathematik-Zentralmatura 2016 in Österreich ist gründlich misslungen.
Etwa ein Drittel der MaturantInnen hat die schriftliche Mathe-Matura nicht geschafft. Das sind alarmierende Zahlen, wenn man sie mit anderen Hauptfächern wie Deutsch oder Englisch mit jeweils etwa fünf Prozent negativen Beurteilungen vergleicht. In Vorarlberg sind die Ergebnisse noch deutlich schlechter ausgefallen als im Österreichschnitt.

Die „Plattform Mathe-Zentralmatura Neu“ – zusammengesetzt aus SchülerInnen, LehrerInnen und Elternvertretern – fordert daher eine lückenlose Offenlegung der Maturaergebnisse 2016 aller AHS und BHS in Österreich im Rahmen der Schulpartnerschaft (SGA)– der schriftlichen Reifeprüfung genauso wie der Kompensationsprüfungen in Mathematik.

Die Fragen:
– Wie waren die Unterschiede an den einzelnen Schultypen (AHS, BHS)?
– Stimmen die Aufgaben mit den Lehrplänen/den Lehrinhalten überein?
– Wie sind die Kompensationsprüfungen ausgefallen?
– Wie unterschiedlich haben Mädchen und Burschen abgeschnitten?
– Wie sind die schriftlichen Mathe-Maturanoten ausgefallen im Vergleich zum Jahreszeugnis 2016 und zur Matura 2015?

Aus diesen Ergebnissen sollten Verbesserungen für eine künftige Zentralmatura abgeleitet werden, die nicht mehr alleine dem Bifie überlassen werden darf. Gemeinsam mit den Schulpartnern – mit SchülerInnen, engagierten LehrerInnen und Eltern – soll eine neue und faire Form der Mathe-Zentralmatura erarbeitet werden, die für die Schülerinnen und Schüler aller Schultypen mit einem vertretbaren Aufwand machbar sein soll, genauso wie in anderen Hauptfächern.

Bevor dieses Ziel erreicht ist, darf es laut „Plattform Mathe-Zentralmatura Neu“ keine Mathe-Zentralmatura mehr in der Form wie 2016 geben.
Die Bildungsministerin soll umgehend für eine transparente und für alle gerechte Zentralmatura sorgen.

Die „Plattform Mathe-Zentralmatura Neu“ ist der Überzeugung, dass Mathematik einen wesentlichen Teil unserer Bildungslandschaft darstellt und dass man in Österreich motivierte MathematikerInnen, TechnikerInnen und IngenieurInnen braucht.
Wenn jedoch die SchülerInnen in den letzten Klassen 80 bis 90 Prozent ihrer Energie und Zeit in Mathematik investieren und dennoch ein schlechtes Matura-Ergebnis erreichen, dürfe man sich über mangelndes Interesse an Technik und Mathematik nicht wundern.
Mathematik wird zunehmend zum Angstfach und zum KO-Kriterium für Gymnasiasten.

1. Ist es das bildungspolitische Ziel in Österreich, dass Mathematik das erste
Auswahlkriterium für eine bestandene Matura wird und andere Hauptfächer an
Bedeutung verlieren?
2. Macht es Sinn, wenn in der Mathematik-Matura Aufgaben gestellt werden, die weder
mit den Lehrplänen noch mit den gelehrten Inhalten übereinstimmen?
3. Hilft es den MaturantInnen für ihre Zukunft, wenn das Bifie in die Mathematik-Matura-
Aufgaben künstliche Fallen einbaut, um die SchülerInnen zusätzlich aufs Glatteis zu
führen?

Die „Plattform Mathe-Zentralmatura Neu“ meint nein, und fordert ein Zurück an den Start für die Mathe-Zentralmatura in Österreich.

Plattform für Mathe-Zentralmatura gegründet/ vorarlberg.orf.at / 19.9.2016

Vorarlberger Plattform fordert Änderungen für Mathe-Matura/ vol.at / 19.9.2016

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